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Brunnenkresse (Nasturtium officinale) PDF Print E-mail
Written by Ingrid   
May 30, 2005 at 09:56 PM

Etymologie

 

Der Name Brunnenkresse rührt von dem bevorzugten Standort der Pflanze her - klares Wasser.
Sie braucht nasse Füsse und wächst oftmals in Brunnen, Bächen und Gräben.
Volkstümliche Namen sind : Bachkresse, Grabenkresse, Grundkresse, Wasserkresse, Bachbitterkraut, Bachkresse, Bitterkresse, Bittersalat, Kersche, Quellenrausch, Wasserkresse, Wassersenf und Weiße Kresse.

Vorkommen - Herkunft - Pflanzenfamilie

 

Die mehrjährige Brunnenkresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceä), hat hohle, kantige Stengel die 5-80 cm lang werden und an den Knoten Wurzeln ausbilden.
Die Staude wächst gerne in fliessenden Gewässern und bildet kleine gelb-weisse Blüten und etwa 2 cm lange sichelförmige Fruchtschoten.
Man benutzt die Brunnenkresse sowohl als Gewürz, als auch in der Naturheilkunde als Arzneidroge.
Brunnenkresse kommt weltweit vor, für unseren Markt wird sie aus dem südosteuropäischen Raum eingeführt.

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe

 

Hauptwirkstoffe der Brunnenkresse sind die Senfölglykoside (davon 80% Gluconasturtiin) aus denen die brennend scharf schmeckenden Senföle freigesetzt werden, ausserdem enthält sie viel Vitamin C, weswegen sie früher gegen Skorbut gegeben wurde und andere Vitamine sowie Mineralstoffe.

Gesundheitlicher Nutzen - Anwendung

 

In der Naturheilkunde werden Blätter und Frischsaft der Pflanze gegen Atemwegserkrankungen wie Husten oder Bronchitis, bei Gicht, Rheuma, Ödemen, Entzündungen der Mundschleimhaut, Ekzemen und anderen Hautleiden, Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
Extrakte aus der Brunnenkresse werden ausserdem in der Kosmetik zum bleichen von Hautflecken eingesetzt.
Über längere Zeit oder in grösseren Mengen eingesetzt, kommt es zu Magenschleimhaut- und Nierenreizung sowie allgemeinen Magen- und darmbeschwerden.
Brunnenkresse darf Kindern unter 4 Jahren und Schwangeren nicht gegeben werden. Auf die Einnahme sollte man ferner Verzichten bei entzündlichen Erkrankungen der Nieren.
Über die frische Pflanze können Eier des grossen Leberegels übertragen werden, es empfiehlt sich die Pflanze vor dem Verzehr mehrmals gründlich unter fliessendem Wasser zu waschen, man kann dem Wasser auch Essig zugeben.
Brunnenkresse ist als Frischpflanzenpresssaft erhältlich.
Wechselwirkungen: Die Wirkung von Blutgerinnungshemmern wie Marcumar kann durch den hohen Vitamin K gehalt beeinträchtigt werden.

Geruch und Geschmack

 

Brunnenkresse hat einen ganz eigentümlichen nussigen, scharf-bitteren Geschmack.

Tierfreundschaft - Schädlingsbekämpfung - Pflanzengemeinschaft

 

nicht bekannt

Anbau

 

Brunnenkresse ist mehrjährig, kriecht, muss immer 2-3 cm im Wasser stehen und kommt bei uns wild an Bächen und Ufern vor.
Ein optimaler Standort beim Anbau im Garten ist ein halbschattiger bis sonniger Platz am Bach, am Uferbereich des Gartenteichs oder am Fusse der Kräuterspirale.
Man kann die Brunnenkresse von Mai bis Juli aussäen oder durch Stecklinge vermehren. Die 6-7 cm langen Triebspitzen können dann von Februar bis März geerntet werden.
Ab Mai bis September erscheinen die kleinen unauffälligen Blüten.

Verwendeter Pflanzenteil

 

Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile

Ernte

 

Die Triebspitzen werden im Februar und März, das ganze Kraut von März bis September geerntet werden.
Nach der Ernte muss Brunnenkresse schnell abtransportiert werden, am besten in Wasser.

Verarbeitung - Verwendung

 

Man verwendet die frische Pflanze als Salat für Frühjahrskuren, in Saucen, Dressings, Quark oder aufs Brot.
Gut geeignet ist Brunnenkresse auch als Würze für Suppen und Eintöpfe, diese Zubereitungsart ist auf den kanarischen Inseln typisch - Brunnenkresse heisst hier Berros und der Eintopf daraus Potache.

Lagerung

 

Beim Trocknen gehen die Inhaltsstoffe verloren, man verwendet Brunnenkresse nur frisch.