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Jesuitentee, Epazotl (Chenopodium ambrosioides) |
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Written by Ingrid
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May 30, 2005 at 05:47 PM |
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Etymologie |
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Den Namen Jesuitentee bekam Epazotl durch die Jesuiten,
die es im grossen Stil in Europa verbreiteten.
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Vorkommen - Herkunft - Pflanzenfamilie |
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Jesuitentee oder Mexikanisches Traubenkraut (Chenopodium
ambrosioides L.) heisst in seiner Heimat Mexiko Epazotl und gehört zur
Familie der Chenopodiaceä (Gänsefußgewächse).
Aztekische ärzte verordneten den Jesuitentee bei Astha und anderen Atemwegserkrankungen,
Vergiftungen, Entzündungen, Wurmbefall und in der Geburtshilfe.
Jesuiten waren es, die Samen des mexikanischen Traubenkrauts mit nach
Europa brachten und in ihren Heilpflanzengärten anbauten. Dadurch erhielt
der Epazotl in Europa den Namen Römischer Tee oder eben Jesuitentee.
Die Verwendung hingegen blieb in Europa die gleiche wie in Mexiko, man
benutzte ihn bei Atemwegserkrankungen, bei Wurmbefall durch Spul- und
Bandwürmer und bei Frauenleiden.
Während Epazotl hierzulande pharmazeutisch nur noch wenig Bedeutung
hat und eigentlich nur noch in der Homöopathie gegen Leberleiden und
Durchblutungsstörungen eingesetzt wird, greift die mexikanische Volksheilkunde noch
immer gerne bei Wurmbefall, Frauenleiden und
Erkrankungen des Verdauungsapparates auf das Kraut zurück.
Heute kommt das Kraut auch in den USA und Europa wild wachsend vor.
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Inhaltsstoffe und Wirkstoffe |
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Das aus der Pflanze gewonnene Öl 0,8% enthält bis zu
70% das Terpenperoxid Ascaridol, Thymol, Limonen, Campher und weitere
Terpene.
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Gesundheitlicher Nutzen - Anwendung |
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Schon eine niedrige Konzentration des Öles führt
bei Eingeweisewürmern zu Lähmungen, die therapeutische Breite
von Ascaridol ist allerdings sehr gering und es kommt bei fehlerhafter
Dosierung leicht zu Vergiftungen. Heute wird das Öl daher nur noch
verordnet, wenn moderne Anthelmintika bei Spulwurm- und Hakenwurmbefall
versagen.
Die Symptome einer Intoxikation bei Menschen zeigen sich durch Unruhe, Übelkeit,
Erbrechen, Schwindelgefühl, Lähmung, Müdigkeit und Benommenheit
- sehr schnell Bewusstlosigkeit.
Bei extremer Überdosierung tritt der Tod durch Atemlähmung ein.
In der Homöopathie wird das frische, blühende Kraut bei Arteriosklerose
und Leberleiden angewandt.
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Geruch und Geschmack |
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Epazotl verbreitet je nach Sorte einen zitronenähnlichen
bis Pfefferkrautähnlichen Duft, sie schmeckt pikant nach Minze.
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Tierfreundschaft
- Schädlingsbekämpfung - Pflanzengemeinschaft |
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nicht bekannt
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Anbau |
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Die Pflanze stammt aus Mittel- und Südamerika und bevorzugt
tropisches Klima, sie wächst aber auch in gemässigten
Zonen an nährstoffreichen, sonnigen und windgeschützten Standorten.
Die Pflanze ist mehrjährig und muss an einem frostgeschützen Ort im Haus
überwintert werden.
Man sät die feine Saat
auf Anzuchterde aus und bedeckt sie ein wenig, nach bereits 5 Tagen beginnt
die Keimung, nach dem pikieren sollte die Pflanze einen sonnigen bis
schattigen Standort bekommen, der auf jeden Fall warm sein muss.
Es bildet sich ein drüsig behaartes Kraut, mit reich verzweigten aufrechten
Stengeln - der Wuchs ist buschartig. Über die Drüsen sondert die Pflanze
das gut riechende ätherische Öl ab.
Im Juli- August bilden sich Blütenschweife, die in Knäueln zusammen stehen.
An einem guten Standort kann die Pflanze 1,40m hoch werden und bildet
bei guten Lichtverhältnissen eine stark purpurne Blattfarbe.
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Verwendeter Pflanzenteil |
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Blätter, Blüten und Stengel und unreife Früchte
mit sehr intensivem Geschmack
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Ernte |
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In der Homöopathie wird das frische, in der Blüte stehende
Kraut geerntet.
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Verarbeitung - Verwendung |
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Das Kraut ist fester Bestandteil in Chili-Saucen, Bohnengerichten
usw. der mexikanischen Küche, man kann es aber auch an salaten gut verwenden.
Die Blätter, Blüten und auch die unreifen Früchte lassen sich ebenso
in Gerichten verarbeiten.
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Lagerung |
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Jesuitentee wird möglichst frisch verwandt und kann wenige
Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das getrocknete Kraut verliert
natürlich an Aroma, kann aber auch benutzt werden.
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