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Granatapfel, Grenadine (Punica granatum) PDF Print E-mail
Written by Ingrid   
May 29, 2005 at 07:33 PM

Etymologie

 

Der Name Granatapfel leitet sich von der Form und dem Erscheinungsbild her. Malum granatum = körniger Apfel
Der Gattungsname Punica resultiert aus der Verbreitung der Frucht durch die Punier (Phönizier)

Vorkommen - Herkunft - Pflanzenfamilie

 

Der Granatapfelbaum stammt ursprünglich aus Persien und gehört zur Familie der Punicaceä (Granatapfelgewächse).
Heute wird der Baum in Nordindien, West- und Zentralasien sowie im Mittelmeergebiet (ägypten, in Spanien, Tunesien, Isräl und der Türkei) angebaut.
Es wird davon ausgegangen, das der Granatapfel die Frucht des "Baumes der Erkenntnis" aus der Schöpfungsgeschichte ist, und nicht wie später niedergeschrieben ein normaler Apfel.
Auch heute noch wird der Granatapfel im nahen und mittleren Osten angebaut und ist dort sehr beliebt.
In Indien wird der Granatapfel als Gewürz für Gemüse und Hülsenfrüchte verwandt.

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe

 

Die Inhaltsstoffe des Granatapfels sind im wesentlichen Fruchtsäuren (40% Ellagsäure) und Zucker, ausserdem verhältnismässig viel Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen.

Gesundheitlicher Nutzen - Anwendung

 

Die Rinde des Granatpfelbaumes wurde früher als Laxans (Abführmittel) verwandt, diese Anwendung ist sicherlich nicht empfehlenswert, da mit zu starken und vielen Nebenwirkungen behaftet.

Geruch und Geschmack

 

Die Samen schmecken süß-sauer aber herb, angenehm.

Tierfreundschaft - Schädlingsbekämpfung - Pflanzengemeinschaft

 

nicht bekannt

Anbau

 

Der Granatapfelbaum selbst kann in tropischen und subtropischen Gebieten bis zu 5 m hoch und 3 m breit werden und ein Alter von mehreren hundert Jahren erreichen. Er hat an der Spitze stumpfe, 10 cm lange, glänzende Blätter. Im Frühjahr bildet er an den Zweigenden trichterförmige, orangerote Blüten aus, später folgen dann die zunächst grünen dann bis zu knallroten, apfelähnlichen Früchte, die Im Spätherbst geerntet werden können.
Ausser dem echten Granatpfelbaum gibt es noch einen so genannten Zwerggranatapfelbaum, dieser ist ein Strauchgewächs und wird nur etwa 50 cm hoch.

Verwendeter Pflanzenteil

 

Die Granatapfelfrucht bekommt eine Grösse von 8-12 cm und enthält ein rosarotes Fruchtfleisch, welches von vielen Trennwänden durchzogen ist.
In den entstehenden Kammern befinden sich die Kerne (Samen), die etwa 3mm gross sind und roh direkt aus der Frucht verzehrt werden können.
Mit den kernen des Granatapfels kann man auch wunderbar exotische Süssspeisen dekorieren.
Den saft des Granatapfels kennt man als Grenadine-Sirup, den man für Mischgetränke wie Cocktails oder auch Nachspeisen verwendet.

Ernte

 

Die reifen Granatäpfel werden etwa von September bis Dezember geerntet.

Verarbeitung - Verwendung

 

Die im Handel erhältlichen getrockneten Kerne (Samen) stammen von Granatäpfelbäumen deren Kerne roh zu sauer zum Verzehr sind.
Ansonsten werden die Kerne des Granatapfels roh verzehrt, oder in Indien, wo sie ausserdem als Gewürz für Gemüse und Hülsenfrüchte benutzt werden, getrocknet.
Getrocknete Granatapfelkerne sind eine interessante Zutat für Kuchen und Torten und laden gerade durch ihre geringe Verbreitung hierzulande zum experimentieren ein.
Grenadine, ist der eingekochte Saft aus frischen Granatapfelsamen, der für Mischgetränke, Süssspeisen oder zum marinieren von Fleisch verwandt wird.

Lagerung

 

nicht bekannt