|
 |
Etymologie |
| |
Estragon wurden früher schützende Eigenschaften vor Unheil
zugeschrieben, das lateinische
draco sowie das griechische drákoon sind die Namensgeber für Dranunculus,
und meinen eine schützende Wirkung vor Drachen.
|
 |
Vorkommen - Herkunft - Pflanzenfamilie |
| |
Estragon ist eine aus Zentralasien stammende, 60-120
cm hohe ausdauernde Staude, die zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceä,
Unterfamilie Asteroidä) gehört und
mit dem Wermut verwandt ist.
In Südeuropa kommt die Pflanze wild vor, die Zuchtformen, die man bei
uns in der Kräuterabteilung finden kann wird in den Niederlanden und
im Balkan kultiviert.
|
 |
Inhaltsstoffe und Wirkstoffe |
| |
Während der als der ursprünglichen Wildform entsprechende
russische Estragon kaum Estragol enthält, aber leichter anzubauen ist,
beeinhaltet der deutsche wie auch der französische Estragon bis zu 3%
ätherisches Öl.
Dieses ätherische Öl enthält bis zu 60% Estragol, 10% Anethol, sowie
Camphen, Ocimen und Limonen.
|
 |
Gesundheitlicher Nutzen - Anwendung |
| |
Estragon hat eine gallenfluss- und verdauungsfördernde
sowie harntreibende Wirkung, ausserdem enthält der viel Kalium - deswegen
wird er bei Ödemen, Nierenproblemen sowie Dyspepsie, Appetitlosigkeit
und Meteorismus angewandt. Traditionell behandelt man mit Estragon Rheuma
und Muskelverspannungen.
|
 |
Geruch und Geschmack |
| |
Die Wildform hat aus Mangel an Estragol kaum Geruch und
schmeckt herb, während die Zuchtformen süss und aromatisch riechen und
an Fenchel, Anis und Süssholz erinnern.
|
 |
Tierfreundschaft
- Schädlingsbekämpfung - Pflanzengemeinschaft |
| |
Estragon soll Fliegen davon abhalten sich auf Lebensmittel
zu setzen, weshalb man Fleisch damit einreiben kann.
|
 |
Anbau |
| |
Kommerziell in den Niederlanden, auf dem Balkan - wild
in Südeuropa.
Die Pflanze lässt sich am besten über den Wurzelstock vermehren. Die
Seitentriebe können Im Frühjahr neu verpflanzt werden.
Beim ernten nimmt man nur die jungen triebspitzen, so können sich unter
den Schnittstellen neue Triebe und neue Blätter bilden.
|
 |
Verwendeter Pflanzenteil |
| |
Man verwendet die frischen, glatten, glänzenden,
lanzettförmigen Blätter
und die jungen Triebe, die man mehrmals im Jahr ernten kann.
|
 |
Ernte |
| |
Wie bei den meisten Kräutern erntet man optimalerweise
wenn der Gehalt an ötherischen Ölen kurz vor der Blüte
am höchsten ist.
Getrocknet verliert Estragon sehr schnell sein Aroma weil die ätherischen Öle
sich verflüchtigen.
|
 |
Verarbeitung - Verwendung |
| |
Estragon ist fester Bestandteil der Sauce Béarnaise,
auch an anderen Saucen macht er sich gut.
Ausserdem wird er zum würzen von Fisch, Geflügel und Reis benutzt.
Estragon kann auch beim Einlegen von Gurken verwandt werden, bekannt
ist auch Estragonessig und Estragonsenf.
In Südeuropa wo Estragon besonders oft benutzt wird, ist er in Frankreich
zum Beispiel Bestandteil der Herbes de Provençe sowie der Fines
herbes, manchmal findet man ihn auch im Bouquet garni.
Estragon ist in der südeuropäischen Küche weit verbreitet, da er hier
wild wächst, gut gedeiht und immer frisch zur Verfügung steht während
er im Norden klimatische Schwierigkeiten hat und eher getrocknet, mit
wenig Aroma zur Verfügung steht.
|
 |
Lagerung |
| |
Frisch geerntet im Kühlschrank wenige Tage. Man kann
Estragon gebündelt zum trocknen aufhängen, leider verliert er dabei den
Grossteil des Aromas.
|